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Projekt Tandem

Im Frühling 2017 haben wir das Tandem-Prinzip ins Leben gerufen. Damit wollen wir Menschen mit Fluchthintergrund, die in unseren Dörfern leben, bei der In­tegration in das hiesige Leben unterstützen. Damit Integration gelingt, ist es wichtig, dass diese Menschen die Möglichkeit erhalten, Deutsch zu sprechen und mit einhei­mischen Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt zu treten.

Um sowohl die Sprachfähigkeiten, als auch die soziale Integration zu unterstützen, suchen wir Menschen, die bereit sind, eine hier wohn­hafte Person mit Fluchthintergrund kennenzulernen und ca. einmal wöchentlich zu treffen.

Mit unserem Tandem-Prinzip haben wir den Rahmen geschaffen, in dem sich 2-er Gruppen zu sogenannten Tandems zusammenschliessen.

Wo ein wöchentliches Treffen von ca. einer Stunde stattfindet, ist offen. Dies kann in einem öffentlichen Zentrum, zB einer Bibliothek sein, bei einem Spaziergang oder auch bei Ihnen zu Hause. In erster Linie geht es darum, einander zu begegnen und miteinander zu sprechen.

Ziel

  • In erster Linie soll das Ziel des Tandems eine regelmässige Deutschkonversation sein, damit die Geflüchteten ihr Deutsch anwenden können, welches sie in den Sprachkursen lernen. Der persönliche Kontakt mit einer Ansprechperson, die sich hier auskennt, hilft bei der Angewöhnung an eine neue und fremde Umgebung.
  • Die Unterstützung in Alltagsfragen kann ein weiterer Aspekt des Tandems sein. Wenn sie sich gegenseitig in Alltagsfragen unterstützen können oder sich aus Ihrem Tandem eine Freundschaft entwickelt, ist dies natürlich umso schöner.

Rahmeninfos

  • Der Aufwand beträgt 1 – 2 Stunden pro Woche
  • Das erste Treffen wird in der Regel von einer Tandemverantwortlichen organisiert und geführt.
  • Während der ersten drei Treffen geht es darum, dass sich die Tandempartne­rInnen kennen lernen und herausfinden, ob ihre Konstellation passt.
  • Danach wird sich eine der Tandemverantwortlichen bei beiden TandempartnerInnen melden, um ihre Erfahrungen aufzunehmen und gemein­sam mit dem Tandem das weitere Vorgehen zu besprechen.
  • Tandems haben keine «Ablauffrist»
    • viele von ihnen laufen seit bald zwei Jahren
    • andere haben nicht gepasst und wurden aufgelöst und
    • wieder andere haben sich «verlaufen»
  • zwei- bis dreimal jährlich wird für Tandems ein Austauschtreffen organisiert.

Wichtige Dokumente

Bevor Sie mit dem Tandem starten können, ist es wichtig, dass Sie die folgenden Dokumente erhalten oder ausgefüllt haben:

Bitte beide Formulare ausfüllen und retournieren an: z’RächtCho NWCH, Gallenweg 8 – 4133 Pratteln oder elektronisch an: kontakt@zraechtcho.ch

Tipps und Anregungen

Um einen reibungslosen Ablauf des Tandems zu garantieren, kann es helfen, sich an gewisse Grundsätze zu halten, deshalb haben wir einige Anregungen zusammen­getragen.

  • Geld sollten Sie keines schenken. Aufgrund von Sozialhilfe-Auflagen sind die Ge­flüchteten verpflichtet, erhaltenes Geld dem Sozialdienst oder den Betreuungsfirmen zu melden. Diese kürzt ihnen entsprechend ihre monatliche Unterstützung. Falls sie keine Meldung machen, gelten sie als Sozialhilfebetrüger, was seinerseits Konsequenzen für den weiteren Verlauf ihres Aufenthaltes in der Schweiz haben kann.
  • Mögliche Treffpunkte: Um sich kennen zu lernen, kann es anfänglich leichter sein, wenn sich die TandemparterInnen im öffentlichen Raum treffen, zB im in einer der nahen Bibliotheken oder bei einem Spaziergang.
  • Behördliche Dokumente oder rechtliche Fragen sollten an die Tandemverant­wortlichen gemeldet werden, da diese meistens an die Sozialdienste oder Betreu­ungsfirmen weitergegeben werden müssen.

Das «Tandem-Prinzip» kann laufend verbessert werden. Falls Sie Ideen, Tipps oder Rückmeldungen haben, freuen wir uns sehr, wenn Sie uns diese mitteilen, damit wir ein noch erfolgreicheres Projekt für alle Beteiligten realisieren können.